Aktuelle Ausstellung

04. JULI – 16. AUGUST 2020 | DONNERSTAG – SONNTAG 14:00 – 17:00 UHR

 


Gary Krüger  


  


FEROSE  

 

Gary Krüger nutzt als zentralen Impuls seiner Kunst den stetigen Dialog zwischen Malerei, Fotografie und Druckgrafik. In den fotorealistisch anmutenden Bildern und den auf Fotografien basierenden Heliogravüren lotet er die Wechselwirkungen der Medien aus. Malerei, Fotografie und Grafik bilden so eine dynamische Einheit, aus der Krüger immer wieder neue Bildlösungen entstehen lässt. Gary Krüger lebt und arbeitet in Rielasingen.

 

FEROSE schweißt ihre Eisenplastiken aus einzelnen Stäben. Die offene Flamme macht das Eisen flüssig, es wird Tropfen für Tropfen verbunden, strukturiert. Es kühlt ab, es wird fest. Die Hitze hinterlässt ihre Spur. Die Formen wachsen-verdichten sich. Das an sich kraftvolle Eisen wird sensibel-lebendig. Es entstehen Hüllen, Fragmente, Wandarbeiten, die sowohl offen als auch geschossen, in sich ruhend, stark und auch fragil sind. Glatt, samtig oder rau. FEROSE lebt und arbeitet in Öhningen.

 

Einführungsrede zur Vernissage von Dr. Andreas Gabelmann >>

 


 

Video

 


NICA HAUG 

 

 


KLAUS SCHULTZE  

 

 

FINISSAGE AM SONNTAG, 26. APRIL, UM 16.00 UHR

ZUM RUNDGANG MIT KÜNSTLERGESPRÄCH SIND SIE UND IHRE FREUNDE HERZLICH EINGELADEN.

 

AUSSTELLUNG

14. MÄRZ – 26. APRIL 2020 |

Nica Haug entwickelt ihre ebenso figurativ anmutenden wie abstrakt-archaischen Arbeiten aus der experimentierfreudigen Kombination von gebranntem Ton und geschmolzenem Glas. An der Schwelle zwischen Phantasie und Expression begegnet dem Betrachter ein weitgespanntes Panorama surreal wirkender Skulpturen und Objekte, erfüllt von elementarer Anmut, sinnlicher Heiterkeit und poetischer Vitalität. Der Dialog unterschiedlichster Materialien wie Porzellan, Zement, Holz, Metall und Glas lässt reizvolle Gegensätze wie wuchtig und fragil, erdverwandt und transparent entstehen. In der Durchdringung von Farbe und Licht entfalten sich neue, überraschende Assemblagen. Auf gleichermaßen spielerische wie radikale Weise hinterfragt Haug in ihren plastischen Metamorphosen Aussage und Funktion keramischen Gestaltens und beschwört die Eigenkraft von rauem Ton und luzidem Glas als autonome Ausdrucksträger. Gemeinsam mit Klaus Schultze lebt und arbeitet die Künstlerin in Überlingen.


Klaus Schultze erkundet seit mehr als sechs Jahrzehnten die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des Werkstoffs Ton und gelangt dabei zu autonomen Formschöpfungen, die im Spannungsfeld von Figur und Zeichen ihren ganz eigenen Charakter gewinnen. Im unerschrockenen, spielerisch virtuosen Einsatz keramikfremder Stoffe wie Metall, Elektrokabel oder Holz erschafft er seine ebenso expressiven wie erzählerischen Phantasiewesen. Ein weiteres zentrales Gestaltungsmittel ist Ziegelstein, den Schultze mit farbigen Glasuren und bildhaften Intarsien bereichert. Aus den Figuren und Köpfen, den Gesichtern und Händen, den Paaren und irreal wirkenden Geschöpfen, die Schultzes überreicher Fabulierlust entspringen, spricht eine unbeschwerte Ursprünglichkeit. Kühne Formverwandlungen, sinnenfrohe Neuerfindungen und gezielte Grenzüberschreitungen jenseits der Normen und Regeln keramischer Kunst prägen seine ausdrucksgeladene bildhauerische Sprache. Gemeinsam mit Nica Haug lebt und arbeitet der Künstler in Überlingen.

 


 

18. Mai 2020

Liebe Mitglieder und Freunde des Kunstverein Radolfzell,

dem Corona-Virus geschuldet waren die vergangenen Wochen für uns alle ganz besondere und noch immer bewegen wir uns in einer Ausnahmesituation, deren Dauer heute noch nicht absehbar ist. Ich hoffe, Sie alle sind wohlbehalten und bei guter Gesundheit!

Den behördlichen Vorgaben entsprechend mussten wir unsere Vernissage am 13. März kurzfristig absagen. Der zwischenzeitlich als Premiere auf unserer Homepage eingestellte virtuelle Rundgang durch die Ausstellung kann den Besuch der Villa Bosch natürlich nicht ersetzen, hat aber hoffentlich Vorfreude darauf geweckt, die Arbeiten von Nica Haug und Klaus Schultze aus der Nähe zu betrachten. Wie schön ist es, dass ich Ihnen heute mitteilen kann, dass die Stadt Radolfzell die Villa Bosch am Donnerstag, den 28. Mai, zu den bekannten Zeiten von Mittwoch bis Sonntag, 14:00 bis 17:30 Uhr wieder öffnet. Bitte berücksichtigen Sie die erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln, die Ihnen am Eingang angezeigt werden und informieren Sie sich vor einem geplanten Besuch auf unserer Internetseite als auch auf der Internetseite der Stadt Radolfzell (www.radolfzell.de/villabosch) über aktuelle Entwicklungen.

Ganz herzlich möchte ich Sie bitten, bei einem geplanten Besuch der Villa Bosch die bekannten Gebote im Rahmen der COVID 19-Pandemie zu berücksichtigen. Halten Sie Abstand, waschen und desinfizieren Sie Ihre Hände und tragen Sie den Mund-Nase-Schutz. Gemäß den Vorgaben wird zur gleichen Zeit nur eine begrenzte Zahl an Besuchern in die Ausstellung eingelassen – ich bitte Sie daher gegebenenfalls um etwas Geduld, will Ihnen aber versichern, dass sich das Warten im Zweifelsfall lohnt – werden Sie doch eine überaus schöne und gelungene Ausstellung sehen.

Dank der Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Radolfzell, die unter Berücksichtigung unserer Situation ihre jetzt geplante Ausstellung verschoben hat, können wir Ihnen „Eigene Welten in Keramik und Glas“ bis Sonntag, den 28. Juni, präsentieren, sodass Sie noch gut vier Wochen Zeit haben uns zu besuchen.

 

Nächste Ausstellung

Schon eine Woche darauf, am Freitag, den 03. Juli, eröffnen wir unter dem Titel „Geschweißt und gedruckt“ unsere nächste Ausstellung mit Arbeiten von FEROSE und Gary Krüger. Ob und in welcher Form eine Vernissage möglich sein wird, ist noch nicht absehbar - wir werden Sie frühzeitig informieren.

 

Jahreshauptversammlung

Als 1. Vorsitzender muss ich mich auch um die allgemeinen Regularien des Kunstvereins kümmern - dazu gehört auch die Ausrichtung der Jahreshauptversammlung, die ursprünglich im Rahmen dieser Ausstellung geplant war. Ich will Ihnen versichern, dass wir diese terminieren werden, sobald die Durchführung unter „vernünftigen“ Bedingungen möglich ist, und Sie wie gewohnt mit Tagesordnung und einem kurzen Jahresrückblick einladen.

Sie sehen, Vorstand und künstlerischer Beirat versuchen bestmöglich, das vorübergehende kulturelle Vakuum zu füllen. Wir stehen in engem Kontakt mit dem Kulturamt der Stadt Radolfzell und dieses wiederum mit den zuständigen Behörden - gemeinsam ist es unser Ziel, das kulturelle Leben in Radolfzell und der Villa Bosch wieder zu erwecken!

Ihnen allen danke ich schon heute für Ihre Unterstützung, Ihre Geduld und Zuversicht in außergewöhnlichen Zeiten.

Bleiben Sie gesund, ich freue mich auf ein Wiedersehen im Kunstverein Radolfzell!

Herzlichst Ihr

Dr. Wolff Voltmer

1. Vorsitzender 

 

 

 

 

Vergangene Ausstellung: 

 

Edda Jachens ergründet in ihren als „Schichtungen“ und „Kreuzungen“ betitelten Werkserien das spannungsreiche Wechselspiel zwischen geometrischen Muster- und Rasterstrukturen sowie transparenten Farbtexturen. Von einer dünnen Wachsschicht überzogen entfalten die Gemälde und Aquarelle auf Holz und Papier eine ebenso atmosphärisch-sinnliche wie poetisch anmutende Aura. Zugleich verleiht der Paraffinüberzug den streng abstrakten Werken eine verblüffende Tiefe, Räumlichkeit und Leichtigkeit. Minimal verschobene Überlagerungen der Formen und Flächen erzeugen den Eindruck von Bewegung. So thematisiert Jachens` subtile Bildsprache die Transzendenz der Farben und Strukturen. Die Künstlerin lebt in Stuttgart.

 

 

Thomas Heyl erkundet in seinen Scherenschnitten und Gemälden die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen
Fläche und Raum, Farbe und Form. Dynamische Durchdringungen und transparente Überlagerungen von präzise
geschnittenen Konturformen, expressiven Strukturen und linearen Spuren prägen gleichermaßen die kraftvolle Bildsprache
seiner mit dem Cutter und dem Pinsel auf Papier ausgeführten Kompositionen. Heyls raffiniertes Spiel mit
fast reliefhaft wirkenden Bild- und Wahrnehmungsebenen eröffnet dem Betrachter dabei überraschende Räumlichkeiten
zwischen Davor und Dahinter, organisch-luzider Formauflösung und tektonischer Verdichtung. Der Künstler
lebt und arbeitet in Stockdorf bei München und Freiburg.

 

Einführungsrede zur Vernissage von Dr. Andreas Gabelmann >>