Achtung!

Unsere aktuelle Ausstellung wird aufgrund des Landesbeschlusses zunächst – bis auf Widerruf, nicht geöffnet.

Aufgrund der momentanen, sehr dynamischen Entwicklung der Corona-Krise wurde auch die Vernissage leider abgesagt. Wir bitten im Ihr Verständnis. Danke allen, die sich im Vorfeld engagiert haben. Wir hoffen, dass wir unsere Finissage am 26.04. nutzen können um Nica Haug und Klaus Schultze adäquat würdigen zu können.

 

Video zur aktuellen Ausstellung

 


NICA HAUG 

 

 


KLAUS SCHULTZE  

 

 

FINISSAGE AM SONNTAG, 26. APRIL, UM 16.00 UHR

ZUM RUNDGANG MIT KÜNSTLERGESPRÄCH SIND SIE UND IHRE FREUNDE HERZLICH EINGELADEN.

 

AUSSTELLUNG

14. MÄRZ – 26. APRIL 2020 |
WEGEN CORONA BLEIBT DIE VILLA BOSCH VORERST GESCHLOSSEN!

 

Nica Haug entwickelt ihre ebenso figurativ anmutenden wie abstrakt-archaischen Arbeiten aus der experimentierfreudigen Kombination von gebranntem Ton und geschmolzenem Glas. An der Schwelle zwischen Phantasie und Expression begegnet dem Betrachter ein weitgespanntes Panorama surreal wirkender Skulpturen und Objekte, erfüllt von elementarer Anmut, sinnlicher Heiterkeit und poetischer Vitalität. Der Dialog unterschiedlichster Materialien wie Porzellan, Zement, Holz, Metall und Glas lässt reizvolle Gegensätze wie wuchtig und fragil, erdverwandt und transparent entstehen. In der Durchdringung von Farbe und Licht entfalten sich neue, überraschende Assemblagen. Auf gleichermaßen spielerische wie radikale Weise hinterfragt Haug in ihren plastischen Metamorphosen Aussage und Funktion keramischen Gestaltens und beschwört die Eigenkraft von rauem Ton und luzidem Glas als autonome Ausdrucksträger. Gemeinsam mit Klaus Schultze lebt und arbeitet die Künstlerin in Überlingen.


Klaus Schultze erkundet seit mehr als sechs Jahrzehnten die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des Werkstoffs Ton und gelangt dabei zu autonomen Formschöpfungen, die im Spannungsfeld von Figur und Zeichen ihren ganz eigenen Charakter gewinnen. Im unerschrockenen, spielerisch virtuosen Einsatz keramikfremder Stoffe wie Metall, Elektrokabel oder Holz erschafft er seine ebenso expressiven wie erzählerischen Phantasiewesen. Ein weiteres zentrales Gestaltungsmittel ist Ziegelstein, den Schultze mit farbigen Glasuren und bildhaften Intarsien bereichert. Aus den Figuren und Köpfen, den Gesichtern und Händen, den Paaren und irreal wirkenden Geschöpfen, die Schultzes überreicher Fabulierlust entspringen, spricht eine unbeschwerte Ursprünglichkeit. Kühne Formverwandlungen, sinnenfrohe Neuerfindungen und gezielte Grenzüberschreitungen jenseits der Normen und Regeln keramischer Kunst prägen seine ausdrucksgeladene bildhauerische Sprache. Gemeinsam mit Nica Haug lebt und arbeitet der Künstler in Überlingen.

 


 

 

 

Vergangene Ausstellung: 

 

Edda Jachens ergründet in ihren als „Schichtungen“ und „Kreuzungen“ betitelten Werkserien das spannungsreiche Wechselspiel zwischen geometrischen Muster- und Rasterstrukturen sowie transparenten Farbtexturen. Von einer dünnen Wachsschicht überzogen entfalten die Gemälde und Aquarelle auf Holz und Papier eine ebenso atmosphärisch-sinnliche wie poetisch anmutende Aura. Zugleich verleiht der Paraffinüberzug den streng abstrakten Werken eine verblüffende Tiefe, Räumlichkeit und Leichtigkeit. Minimal verschobene Überlagerungen der Formen und Flächen erzeugen den Eindruck von Bewegung. So thematisiert Jachens` subtile Bildsprache die Transzendenz der Farben und Strukturen. Die Künstlerin lebt in Stuttgart.

 

 

Thomas Heyl erkundet in seinen Scherenschnitten und Gemälden die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen
Fläche und Raum, Farbe und Form. Dynamische Durchdringungen und transparente Überlagerungen von präzise
geschnittenen Konturformen, expressiven Strukturen und linearen Spuren prägen gleichermaßen die kraftvolle Bildsprache
seiner mit dem Cutter und dem Pinsel auf Papier ausgeführten Kompositionen. Heyls raffiniertes Spiel mit
fast reliefhaft wirkenden Bild- und Wahrnehmungsebenen eröffnet dem Betrachter dabei überraschende Räumlichkeiten
zwischen Davor und Dahinter, organisch-luzider Formauflösung und tektonischer Verdichtung. Der Künstler
lebt und arbeitet in Stockdorf bei München und Freiburg.

 

Einführungsrede zur Vernissage von Dr. Andreas Gabelmann >>